Erzählung in einer Bauernstube

Erzählung in einer Bauernstube

Aus dem Leben, Erzählung, Neviges
Aus Neviges stammt diese Erzählung. Der Pferdeknecht Kaubes (Jakob) berichtet der Bauernfamilie am Tisch von einem entsetzlichen Unglück. Es entwickelt sich ein Streitgespräch zwischen Vater und Sohn, ein Generationskonflikt zwischen religiöser Tradition und aufgeklärtem Rationalismus. Im Jahre 1854 wurde diese Erzählung vom Kölner Sprachforscher Johann Matthias Firmenich-Richartz als Beispiel für die in Neviges gesprochene Mundart in die umfangreiche Sammlung deutscher Dialekte „Germaniens Völkerstimmen“ aufgenommen. Damit Sie diese Erzählung bestmöglich verstehen können, finden Sie rechts neben dem Text in Mundart die hochdeutsche Übertragung. Erzählung in einer Bauernstube (Die Familie sitzt auf dreibeinigen holzernen Stühlen um den Tisch und hat eben begonnen mit dem Abendessen, indem tritt Kaubes, der Fuhrknecht, herein.) Kaubes: „Go Nowend alltehaup! G'se Godd et Näimet!“Jakob: „Guten Abend zusammen! Segne Gott das Abendessen!“Mettelschen, die Tochter: „Du Säitsüät! sag, es…
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Wu dem Me-ister di neegen un dattig Wehke lang un die Wäkwehke kott wäden

Wu dem Me-ister di neegen un dattig Wehke lang un die Wäkwehke kott wäden

Aus dem Leben, Erzählung, Mülheim an der Ruhr
Wie dem Meister die neununddreißig Wochen lang und die Flitterwoche kurz werden Aus Mülheim an der Ruhr stammt die Erzählung vom bergischen Schulmeister Beekwahter, der im frühen 19. Jahrhundert die verwaiste Schule in Eppinghofen auf Vordermann bringen sollte. Im Jahre 1872 ist diese Erzählung des Mülheimer Schriftstellers Heinrich Kühne im den Ersten Band der Reihe "Ut auler un neier Tied" auf Mölmsch Platt veröffentlicht worden. Bei dem folgenden Stück handelt es sich um einen Ausschnitt aus dem sechsten Kapitel. Damit Sie dieses Gedicht bestmöglich verstehen können, finden Sie rechts neben dem Text in Mundart die hochdeutsche Übertragung. Wu dem Me-ister di neegen un dattig Wehke lang un die Wäkwehke kott wäden Noch an demselwen Ohwend greep Beekwahter tum Kalender un tault di Wehken büs tum Herws af. He schudd met…
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Kallroten töschen twai Nobers-Wiwer

Kallroten töschen twai Nobers-Wiwer

Aus dem Leben, Elberfeld, Gespräch
Plaudereien zwischen zwei Nachbarsfrauen Aus Elberfeld stammt dieses Gespräch zweier Nachbarinnen, die sich über die neue Mode ihrer Zeit auslassen. Im Jahre 1854 wurde diese Erzählung vom Kölner Sprachforscher Johann Matthias Firmenich-Richartz als Beispiel für die in Elberfeld gesprochene Mundart in die umfangreiche Sammlung deutscher Dialekte „Germaniens Völkerstimmen“ aufgenommen. Damit Sie dieses Gespräch bestmöglich verstehen können, finden Sie rechts neben dem Text in Mundart die hochdeutsche Übertragung. Kallroten töschen twai Nobers-Wiwer A: „Seg, Mann, tau deck en betschen met dem Eten, gliek kömmt us Frau Nobersche. Haha! Do klopt se ald! Wos du ens ewen de Döar open maken?“A: „Sag, Mann, beeile dich ein bisschen mit dem Essen, gleich kommt unsere Frau Nachbarin. Haha! Da klopft sie schon! Willst du mal eben die Tür aufmachen?“B: „Goden Nowend tesaamen!“B: „Guten Abend…
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Der Chreßboum

Der Chreßboum

Aus dem Leben, Gespräch, Solingen, Ute Schulz
Der Christbaum Aus Solingen stammt dieses Gespräch über den richtigen Christbaum zur Weihnachtszeit. Der Text wurde von der Solinger Mundartautorin Ute Schulz verfasst. Sie wurde 1945 geboren und ist seit 1982 in der Solinger Mundartgruppe De Hangkgeschmedden aktiv. Der Auslöser ihres Einsatzes für das Solinger Platt war ein Schreibwettbewerb der Gruppe, bei dem sie als 2. Preisträgerin hervorgegangen ist. Seitdem hat sie bereits an mehreren Büchern mitgewirkt, darunter ihr eigenes unter dem Titel "Utgeliëwert" - Ausgeliefert. Bei den Hangkgeschmedden pflegt sie zurzeit die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und wirkt federführend an den wöchentlichen Radio-Nachrichten auf Solinger Platt mit: „Wat es dös Weeke em Solig passiert?“ Ute Schulz Damit Sie dieses Gedicht bestmöglich verstehen können, finden Sie rechts neben dem Text in Mundart die hochdeutsche Übertragung. Der Text wurde freundlicherweise von Frau…
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De läzzde Partie Sechsonsechzig

De läzzde Partie Sechsonsechzig

Aus dem Leben, Erzählung, Hubert Perpéet, Lintorf
Die letzte Partie Sechsundsechzig Aus Lintorf stammt diese Geschichte über eine Mutter und ihren Sohn, die sich wöchentlich zum Kartenspiel trafen. Diese Geschichte wurde von dem Lintorfer Drucker und Heimatchronisten Hubert Perpéet verfasst. Er wurde im Jahre 1892 geboren und erlangte durch seine verlegerische Tätigkeit Bekanntheit, die mehrere Zeitungen und Zeitschriften für Lintorf und das Amt Angerland hervorbrachte. So beteiligte er sich auch häufig mit mundartlichen Beiträgen an der seit 1950 erscheinenden "Die Quecke". Diese Zeitschrift wird vom Verein Lintorfer Heimatfreunde herausgegeben, dessen Mitbegründer er im Jahre 1950 war. Hubert Perpéet verstarb im Jahre 1970. Hubert Perpéet (1892 - 1970) Bild zur Verfügung gestellt vom Verein Lintorfer Heimatfreunde e.V. Damit Sie diese Geschichte bestmöglich verstehen können, finden Sie rechts neben dem Text in Mundart die hochdeutsche Übertragung. Diese Erzählung wurde…
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Pitter Kessel

Pitter Kessel

Aus dem Leben, Erzählung, Hubert Perpéet, Lintorf
Peter Kessel Aus Lintorf stammt die Erzählung über den Bettler Peter "Pitter" Kessel und seine Eigenarten. Diese Geschichte wurde von dem Lintorfer Drucker und Heimatchronisten Hubert Perpéet verfasst. Er wurde im Jahre 1892 geboren und erlangte durch seine verlegerische Tätigkeit Bekanntheit, die mehrere Zeitungen und Zeitschriften für Lintorf und das Amt Angerland hervorbrachte. So beteiligte er sich auch häufig mit mundartlichen Beiträgen an der seit 1950 erscheinenden "Die Quecke". Diese Zeitschrift wird vom Verein Lintorfer Heimatfreunde herausgegeben, dessen Mitbegründer er im Jahre 1950 war. Hubert Perpéet verstarb im Jahre 1970. Hubert Perpéet (1892 - 1970) Bild zur Verfügung gestellt vom Verein Lintorfer Heimatfreunde e.V. Damit Sie diese Geschichte bestmöglich verstehen können, finden Sie rechts neben dem Text in Mundart die hochdeutsche Übertragung. Diese Erzählung wurde freundlicherweise vom Verein Lintorfer Heimatfreunde…
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Ne Firjendach

Ne Firjendach

Aus dem Leben, Erzählung, Ohligs
Ein Ferientag Aus Ohligs kommt diese Erzählung über die Streiche einiger Freunde an einem schulfreien Morgen. Im Jahre 1930 wurde dieser Text in das Buch "Mundart und Schule im niederfränkischen Sprachgebiete Deutschlands" aufgenommen und dient als Beispiel für das Ohligser Platt. Geschrieben wurde diese Geschichte vom Ohligser Schüler Hans Böll am Anfang des 20. Jahrhunderts. In einigen Schulen der preußischen Rheinprovinz wurde es guten Schülern gestattet, auch mundartliche Aufsätze zu verfassen. Dazu führen die Autoren Paffen und Veumann aus: "Wir haben Dialektaufsätze im 8. Schuljahr stets nur als Belohnung tüchtigen und strebsamen Schülern gestattet, selbstverständlich nur solchen, die in der hochdeutschen Rechtschreibung so sicher und sattelfest geworden waren, daß sie nicht viel mehr zu gewinnen und vor allem - und das ist ja der von Gegnern angeführte Hauptgrund gegen das…
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Op däm Burenhoff

Op däm Burenhoff

Aus dem Leben, Erzählung, Ohligs
Auf dem Bauernhof Aus Ohligs berichtet uns diese Geschichte von einem Nachmittag auf dem Bauernhof. Im Jahre 1930 wurde dieser Text in das Buch "Mundart und Schule im niederfränkischen Sprachgebiete Deutschlands" aufgenommen und dient als Beispiel für das Ohligser Platt. Geschrieben wurde diese Geschichte vom Ohligser Schüler Heinz Lind am Anfang des 20. Jahrhunderts. In einigen Schulen der preußischen Rheinprovinz wurde es guten Schülern gestattet, auch mundartliche Aufsätze zu verfassen. Dazu führen die Autoren Paffen und Veumann aus: "Wir haben Dialektaufsätze im 8. Schuljahr stets nur als Belohnung tüchtigen und strebsamen Schülern gestattet, selbstverständlich nur solchen, die in der hochdeutschen Rechtschreibung so sicher und sattelfest geworden waren, daß sie nicht viel mehr zu gewinnen und vor allem - und das ist ja der von Gegnern angeführte Hauptgrund gegen das Schreibenlassen…
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D‘r Orjelskeerl es doh

D‘r Orjelskeerl es doh

Aus dem Leben, Erzählung, Ohligs
Der Orgelspieler ist da Aus Ohligs stammt diese Erzählung von einem Drehorgelspieler. Im Jahre 1930 wurde dieser Text in das Buch "Mundart und Schule im niederfränkischen Sprachgebiete Deutschlands" aufgenommen und dient als Beispiel für das Ohligser Platt. Geschrieben wurde diese Geschichte vom Ohligser Schüler Paul Mauracher am Anfang des 20. Jahrhunderts. In einigen Schulen der preußischen Rheinprovinz wurde es guten Schülern gestattet, auch mundartliche Aufsätze zu verfassen. Dazu führen die Autoren Paffen und Veumann aus: "Wir haben Dialektaufsätze im 8. Schuljahr stets nur als Belohnung tüchtigen und strebsamen Schülern gestattet, selbstverständlich nur solchen, die in der hochdeutschen Rechtschreibung so sicher und sattelfest geworden waren, daß sie nicht viel mehr zu gewinnen und vor allem - und das ist ja der von Gegnern angeführte Hauptgrund gegen das Schreibenlassen von mundartlichen Stoffen…
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Bold ham mer Kärmes em Dörp

Bold ham mer Kärmes em Dörp

Angermund, Aus dem Leben, Erzählung
Bald haben wir Kirmes im Dorf Aus Angermund berichtet diese Erzählung, wie sich ein Haushalt für die bevorstehende Kirmes herausputzt. Im Jahre 1930 wurde dieser Text in das Buch "Mundart und Schule im niederfränkischen Sprachgebiete Deutschlands" aufgenommen und dient als Beispiel für das Angermunder Platt. Geschrieben wurde diese Geschichte vom Angermunder Schüler Joseph Schenk am Anfang des 20. Jahrhunderts. In einigen Schulen der preußischen Rheinprovinz wurde es guten Schülern gestattet, auch mundartliche Aufsätze zu verfassen. Dazu führen die Autoren Paffen und Veumann aus: "Wir haben Dialektaufsätze im 8. Schuljahr stets nur als Belohnung tüchtigen und strebsamen Schülern gestattet, selbstverständlich nur solchen, die in der hochdeutschen Rechtschreibung so sicher und sattelfest geworden waren, daß sie nicht viel mehr zu gewinnen und vor allem - und das ist ja der von Gegnern…
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