Kallroten töschen twai Nobers-Wiwer

Kallroten töschen twai Nobers-Wiwer

Aus dem Leben, Elberfeld, Gespräch
Plaudereien zwischen zwei Nachbarsfrauen Aus Elberfeld stammt dieses Gespräch zweier Nachbarinnen, die sich über die neue Mode ihrer Zeit auslassen. Im Jahre 1854 wurde diese Erzählung vom Kölner Sprachforscher Johann Matthias Firmenich-Richartz als Beispiel für die in Elberfeld gesprochene Mundart in die umfangreiche Sammlung deutscher Dialekte „Germaniens Völkerstimmen“ aufgenommen. Damit Sie dieses Gespräch bestmöglich verstehen können, finden Sie rechts neben dem Text in Mundart die hochdeutsche Übertragung. Kallroten töschen twai Nobers-Wiwer A: „Seg, Mann, tau deck en betschen met dem Eten, gliek kömmt us Frau Nobersche. Haha! Do klopt se ald! Wos du ens ewen de Döar open maken?“A: „Sag, Mann, beeile dich ein bisschen mit dem Essen, gleich kommt unsere Frau Nachbarin. Haha! Da klopft sie schon! Willst du mal eben die Tür aufmachen?“B: „Goden Nowend tesaamen!“B: „Guten Abend…
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Der Chreßboum

Der Chreßboum

Aus dem Leben, Gespräch, Solingen, Ute Schulz
Der Christbaum Aus Solingen stammt dieses Gespräch über den richtigen Christbaum zur Weihnachtszeit. Der Text wurde von der Solinger Mundartautorin Ute Schulz verfasst. Sie wurde 1945 geboren und ist seit 1982 in der Solinger Mundartgruppe De Hangkgeschmedden aktiv. Der Auslöser ihres Einsatzes für das Solinger Platt war ein Schreibwettbewerb der Gruppe, bei dem sie als 2. Preisträgerin hervorgegangen ist. Seitdem hat sie bereits an mehreren Büchern mitgewirkt, darunter ihr eigenes unter dem Titel "Utgeliëwert" - Ausgeliefert. Bei den Hangkgeschmedden pflegt sie zurzeit die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und wirkt federführend an den wöchentlichen Radio-Nachrichten auf Solinger Platt mit: „Wat es dös Weeke em Solig passiert?“ Ute Schulz Damit Sie dieses Gedicht bestmöglich verstehen können, finden Sie rechts neben dem Text in Mundart die hochdeutsche Übertragung. Der Text wurde freundlicherweise von Frau…
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Gespräch zwischen zwei alten Elberfeldern

Gespräch zwischen zwei alten Elberfeldern

Aus dem Leben, Elberfeld, Gespräch
Aus Elberfeld stammt dieses Gespräch zweier Alteingesessener über das neueste technische Wunderwerk der Zeit - die Eisenbahn nach Düsseldorf. Im Jahre 1854 wurde diese Erzählung vom Kölner Sprachforscher Johann Matthias Firmenich-Richartz als Beispiel für die in Elberfeld gesprochene Mundart in die umfangreiche Sammlung deutscher Dialekte „Germaniens Völkerstimmen“ aufgenommen. Damit Sie dieses Gespräch bestmöglich verstehen können, finden Sie rechts neben dem Text in Mundart die hochdeutsche Übertragung. Gespräch zwischen zwei alten Elberfeldern A: „Gooden Dag, Kompier! Wie geht et äu?“A: „Guten Tag, mein Freund! Wie geht es Euch?“B: „Och, et hoddelt noch alt soa.“B: „Och, ich schlage mich noch durch.“A: „Nu säit meck ens, Kompier, häff I ook alt de Isenbahn gesenn? Wat säi I dovan?“A: „Nun sagt mir mal, mein Freund, habt Ihr auch schon die Eisenbahn gesehen? Was sagt…
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Gespräch zweier Saarner

Gespräch zweier Saarner

Aus dem Leben, Franz Firla, Gespräch, Saarn
Aus Saarn stammt das Gespräch zweier Einwohner, wie es vor mehr als 100 Jahren am Ort geführt wurde. Es wurde im Werk "Saarn - mein liebes Dorf" von Otto Kiy erstmals veröffentlicht. In neuerer Zeit wurde sie als Beispiel für Ssaansch Platt von dem Mülheimer Autor Franz Firla in sein Buch "RuSaKeWe" aufgenommen. "RuSaKeWe" ist im Jahre 2008 erschienen und befasst sich mit den Mundarten des unteren Ruhrtals zwischen Ruhrort und Werden. Der Name des Buches leitet sich aus den Ortschaften Ruhrort, Saarn, Kettwig und Werden ab und präsentiert neben mundartlichen Texten auch Hintergrundwissen und ein kleines Platt-Wörterbuch. An dieser Stelle möchte ich Herrn Firla für die freundliche Unterstützung dieser Seite herzlich danken. In seinem Begleittext zur Geschichte schreibt Franz Firla über den Autor: "Otto Kiy wurde 1899 am Saarnberg…
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Gespräch zwischen zwei Schmieden

Gespräch zwischen zwei Schmieden

Aus dem Leben, Gespräch, Velbert
Aus Velbert wurde dieses Gespräch zwischen von zwei Schmieden auf der Landstraße nach Elberfeld überliefert. Im Jahre 1854 wurde es vom Kölner Sprachforscher Johann Matthias Firmenich-Richartz als Beispiel für die in Velbert gesprochene Mundart in die umfangreiche Sammlung deutscher Dialekte "Germaniens Völkerstimmen" aufgenommen. Damit Sie dieses Gespräch bestmöglich verstehen können, finden Sie rechts neben dem Text in Mundart die hochdeutsche Übertragung. Firmenich hat lange Vokale zudem nicht mit einem Dehnungsstrich angezeigt, sondern verdoppelt ("a-" -> "aa"). Gespräch zwischen zwei Schmieden Kobes: „Dag, Welm!“Jakob: „Tag, Wilhelm!“Welm: „Dag, Kobes!“Wilhelm: „Tag, Jakob!“Kobes: „Jonges, wat es et warm, de Schwet drift enen üwer de Puckel, on dat Hämmen es mech flatschnaat am Lif. Wo böst do hen gewest?“Jakob: „Jungs, was ist das warm, der Schweiß läuft mir über den Rücken und Hemd ist mir…
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