Vergesst unser Platt nicht!


Am heutigen Dienstag, dem 26. März, ist im Lokalteil der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) für Kettwig und Werden ein Artikel über das Projekt bergischplatt.de erschienen. Unter der Überschrift „Kettwiger Student will die Mundarten retten“ beleuchtet die Redakteurin Sabine Moseler-Worm, wie diese Seite zustandegekommen ist. Ein Klick auf die Überschrift führt zum ganzen Artikel.

"Kettwiger Student will die Mundarten retten"

Im Bild zum Artikel ist die Aufschrift „Verjätent uss Platt nit“ zu lesen, verfasst im Berschener Platt von Kettwig vor der Brücke. „Vergesst unser Platt nicht“ steht als Devise für die gesamte Seite. Ohne die großartige Unterstützung vieler Damen und Herren wäre dieses Projekt nicht möglich geworden. Ihnen gilt mein herzlicher Dank.

Drei Beiträge auf dieser Seite werden in der Zeitung erwähnt. Aus Kettwig stammt die Geschichte vom Luftigen am Bögelsknappen, der alten Kettwiger Stadthalle. Dort hielt der Kettwiger Turnverein in früheren Zeiten seine Übungen ab: K.T.V. 1870

Ebenso wird der alte Kettwiger Gruß „Nau“ in einem Gedicht von Ernst Eumann gewürdigt. „Nau“ wurde zu jeder Tages- und Nachtzeit als universelles Grußwort verwendet, so wie Moin im Norddeutschen und Servus im Süden: Dat Kettwigsche Nau

Aus Werden stammt die leutselige Anekdote von einem betrunkenen Bauern, der mit aller Mühe versucht, wieder nach Hause zu kommen: Kasse Spaß verdrägen?


Aus bislang 15 Orten sind schon Texte auf bergischplatt.de zu finden. Diese Orte sind:


Mit Abstand die meisten Beitrage stammen aus Kettwig. Jedem Geschichtsinteressierten empfehle ich nachdrücklich einen Besuch im Kettwiger Museum am Bürgermeister-Fiedler-Platz 1. Neben anschaulichen Exponaten aus vielen Jahrhunderten Kettwiger Stadtgeschichte zeugt auch eine umfangreiche Bibliothek von dem vielseitigen Interesse der Kettwiger Museums- und Geschichtsfreunde.

In Werden beschäftigt sich der Werdener Bürger- und Heimatverein mit der Ortspflege. Viele kulturelle Aktionen zeugen von dem Engagement der Waddischen Bürgerschaft für ihren Ort. Seit neuestem sind auch mundartliche Texte auf der Internetseite zu finden.

In Velbert pflegt die Offers-Kompeneï das heimische Platt. Schon seit 1954 richtet die älteste Arbeitsgruppe der Volkshochschule Velbert/Heiligenhaus semesterweise Treffen aus, die alle vierzehn Tage stattfinden. Die Veranstaltungen erfahren großen Zuspruch und werden regelmäßig von bis zu 40 Personen besucht.

Der Bürgerverein Aule Mettmanner zu Mettmann widmet der Mundart viele Seiten seines Internetauftritts. Es wurden nicht nur Texte gesammelt, diese wurden sogar auf Video eingesprochen und sind im Internet allgemein zugänglich.

Die jährlich erscheinende Zeitschrift „Die Quecke“ wird vom Verein Lintorfer Heimatfreunde herausgegeben und enthält stets viel Wissenswertes rund um das Lengtörper Platt.


All diese Bemühungen rund um die niederbergischen Mundarten sind mir derzeit bekannt. Über Ergänzungen bin ich Ihnen jederzeit sehr dankbar. Haben Sie weitere Vorschläge oder Fragen?

Wenden Sie sich gerne mit Anmerkungen oder Texten an mich! Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung an real@bergischplatt.de und verbleibe herzlichst


Ihr Marc Real


Kategorien: AllgemeinHintergrund

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